Vorwort

Bevor ich diesen Blogbeitrag begonnen habe, habe ich nach Einträgen über Bad Berneck im Internet gesucht. Das hatte ich, mit dieser Gründlichkeit, vorher noch nicht getan. Ich bin erstaunt, dass eine ganze Reihe von Wanderrouten und Wanderkarten im Netz verfügbar ist. Aber es sind alles offizielle Wanderrouten und es gibt immer wieder den Hinweis  „…eine Vielzahl von Erweiterungsmöglich-keiten  und Abstechern“. Genau das sind die Wege, die ich bei den meisten meiner Wandertouren, beschreiben möchte.

Am Ende der Beschreibung, werde ich einige Links anhängen, wodurch sich der interessierte Wanderer, z.B. auch Karten von gekennzeichneten Wanderstrecken, auf sein Handy laden kann.

Wanderung  Altstadt-Kurpark-Ölschnitztal – Bad Berneck i.F.

Wer Bad Berneck das erste Mal besucht und sich zunächst einen Überblick über den Ortskern und die unmittelbarste, wunderschöne Umgebung verschaffen möchte, für den ist diese Wanderung bestens geeignet. Sie hat eine Länge von ca. 5,2 km und die gesamte Wanderroute verläuft im Tal.  

Viele werden mit dem PKW oder Bus in die Stadt kommen aber zunehmend gibt es auch Wohnmobilbesitzer, die gerne mit ihrem „zu Hause auf Zeit“ unterwegs sind.              

Deshalb werden zunächst Zwei Startpunkte beschrieben, die sich aber an einer Wegmarke treffen werden.

Startpunkt für PKWs oder mit dem Bus anreisende Wanderer:

Wer mit dem Bus anreist, kommt am Busbahnhof an. Genau gegenüber liegt das Einkaufszentrum.  Läuft man am  EDEKA, Reisebüro und Apotheke vorbei, kommt man auf dem Stadtanger, der gleichzeitig ein großer kostenloser Parkplatz ist.

Adresse: Bahnhofstraße 95  95460 Bad Berneck

Hier startet unsere Wanderung. Wir gehen über den Parkplatz Richtung der großen Bäume, am Ärztehaus vorbei und laufen auf der Fußgängerbrücke über die Ölschnitz. Hier biegen wir links ab Richtung Treppe.

Startpunkt für Wanderer die mit dem Wohnmobil anreisen:

Adresse: Klang 16   95460 Bad Berneck– das ist ein offizieller  Wohnmobilstellplatz, der auch Wasseranschluss, Abwasserentsorgung und Stromanschluss bietet.

Hier beginnt die ca. 400 m lange Strecke bis zu der u.g. Wegmarke. Vorbei am Eingang des Kindergarten „Kindernest“, biegen wir rechts ab und laufen die Straße entlang, die direkt an der Schule endet. Hier biegen wir links ab und überqueren die Brücke über den Weißen Main. Am Ende der Brücke biegen wir wieder links ab. Wir laufen an den Gärten vorbei,  unter der Brücke der B303 hindurch und weiter bis zur Brücke, die die Ölschnitz überquert. 

An dieser Wegmarke, die genau an der Brücke über die Ölschnitz steht, beginnt der gemeinsame Wanderweg. Es geht weiter über die Treppe bis zur Maintalstraße (ca. 230 m vom Parkplatz auf dem Stadtanger), wo wir links abbiegen.

Die Maintalstraße laufen wir ca. 650 m entlang bis zum ehemaligen Hotel Bube. Dabei passieren wir zunächst das „Gesundheitshaus Radus“ . Weiter geht es an Villen bzw. Einfamilienhäusern und dem Treppenaufgang zur Katholischen Kirche vorbei, bis zur ersten Brücke über die Ölschnitz, die zur Bahnhofstraße neben dem Rathaus führt. Weiter geht es an Mehrfamilienhäusern und der zweiten Brücke über die Ölschnitz vorbei bis zum ehemaligen Hotel Bube.

Ab hier, gehen wir direkt entlang der Ölschnitz,  die ca. 420 m bis zum Kurpark. Dabei laufen wir an mehreren Brücken, teilweise aus Holz oder Beton vorbei, die alle in die Altstadt führen.  Der Kirchturm der evangelischen Kirche und der Schlossturm der ehemaligen Walpotenburg kommen bald in unser Blickfeld und begleiten uns fast bis zum Kurpark.

Kurz vor Beginn des Kurparkes sehen wir das derzeit größte Hotel in Bad Berneck, die „Lindenmühle“.

Weiterhin getrennt durch die Ölschnitz, laufen wir am Hotel vorbei und stehen direkt am Eingang des Kurparks. Dieser empfängt uns mit mehreren großen Informationstafeln.

Der Kurpark ist ein Teil des Ölschnitztales, der aber parkähnlich gestaltet wurde. Der Kneipp-und Luftkurort Bad Berneck hat sich bereits seit Mitte des 19. Jahrhundert, langsam aber stetig zu einem Kurort entwickelt. Neben der außergewöhnlichen landschaftlichen Schönheit, hat auch besonders das Ölschnitztal, mit seinem Mikroklima dazu beigetragen. Hier ist es im Sommer nie ganz so heiß, wie in der Umgebung und im Winter ist es genau umgekehrt. So wurde bereits im Jahre 1857 damit begonnen, die ersten Kolonaden (alte Kolonaden)  im Kurpark zu errichten. Nachdem die Stadt Anfang des 20. Jahr-hunderts auch das Gelände, links  der Ölschnitz erwerben konnte, wurden dort die neuen Kolonaden gebaut. Bad Berneck geht natürlich auch heute mit der Zeit und so kann man sich im Kurpark nicht nur an der Blumenpracht erfreuen und sanft erholen, sondern es gibt einen Kneipp – Lehrpfad mit mehreren Stationen Berg an und Berg ab.   

Die außergewöhnliche Schönheit des Kurparkes wird noch dadurch erhöht, dass es auf den Berg oberhalb der neuen Kolonaden, drei historische Ruinen gibt, die man sich ebenfalls anschauen kann. Das sind die Walpotenburg mit dem Schlossturm, die Marienkapelle  und die Burg Hohenberneck.  Dazwischen wurde schon vor über 100 Jahren eine Freilichtbühne angelegt, die nach umfangreicher Renovierung, seit zwei Jahren wieder genutzt wird. Während der Sommerzeit werden Theaterstücke aufgeführt und andere Veranstaltungen durchgeführt.

Im Kurpark angekommen, laufen wir auf dem asphaltierten Hauptweg weiter. Wir überqueren die Brücke  über die Ölschnitz und laufen vorbei am Ententeich, der Minigolf-Anlage, dem Spielplatz und dem Ziegengehe, bis zur  ca. 840 m entfernten nächsten großen Brücke über die Ölschnitz.  Auch wenn das weiterhin auf einem asphaltierten Weg erfolgt, bekommen wir nun doch eine Ahnung, wie das Ölschnitztal mal naturbelassen ausgesehen haben könnte.

An dieser Brücke über der Ölschnitz angekommen, sehen wir zwei Tafeln.

Auf diesen  kann man erkennen, dass der Wanderweg auch Teil des Jean-Paul-Rundweges ist. Jean Paul (1763 – 1825) war ein Zeitgenosse Goethes und Schillers. Er wurde in Wunsiedel geboren und lebte an verschiedenen Orten, wie z.B. in Leipzig, Weimar und Berlin. Mit ca. 40 Jahren zog er nach Bayreuth und lebte und schrieb dort bis zu seinem Tod. Er war schon zu seinen Lebzeiten ein bekannter Schriftsteller, der mehrere Romane veröffentlichte. In einem Roman spielten auch die Bernecker Pfeffernüsse eine Rolle und das ist  der direkte Bezug zwischen Bad Berneck und Jean Paul. Eine Leistung dieses Schriftstellers war es auch, dass er Neun neue Wörter in die deutsche Sprache eingeführt hat. Unter anderem das Wort „Eigelb“ .

An dieser Brücke besteht nun die Möglichkeit, die Ölschnitz zu überqueren  und auf der anderen, naturbelassenen Uferseite, zum Kurpark zurück zu kehren. Wir werden aber die Wanderung weiter fortsetzen und zwar bis zur nächsten Brücke, die gut 550 m entfernt liegt.  Erst dort wollen wir den Rückweg einschlagen.  Der Weg nach der Brücke wird immer naturbelassener, wenn auch weiter asphaltiert. Man hört kaum noch Geräusche, die man aus dem Alltag kennt. Dadurch wird das Rauschen der Ölschnitz immer dominanter aber in einer sehr wohltuenden Art. Leider mussten an den Steilhängen links neben dem Weg, viele Bäume gefällt werden. Ich glaube das war mehr eine Sicherheitsmaßnahme, denn bei den schweren Stürmen der letzten Jahre, sind immer wieder große Bäume auf den Weg gestürzt. Teilweise fielen diese Bäume auch quer über die Ölschnitz. Von weiten sehen wir eine größere Schutzhütte, die zum Ausruhen, Schutz vor Regen oder für eine Brotzeit geeignet ist.

Einige hundert Meter weiter erreichen wir die nächste Brücke über die Ölschnitz. Es ist eine Betonbrücke, die auch Forstfahrzeuge befahren können. Nach dem Überqueren der Brücke, biegen wir scharf rechts auf den Weg ein, der uns direkt an den Fluss führt.

Hier nun beginnt der naturbelassene Rückweg zum Kurpark.

Dieser ist mehr oder weniger hügelig und führt uns, auf dem letzten Drittel vor dem Kurpark soweit den Berghang hoch, dass wir aus gut 10 m Höhe, das Ziegengehege, den Spielplatz und den Minigolfplatz auf der anderen Seite der Ölschnitz  beobachten können. Nach ca. 1.350 m erreichen wir wieder den Kurpark. Rechts laufen wir an der kleine Brücke vorbei, über die der  Ententeich und Kiosk erreicht werden kann. Links sehen wir die Kneippanlage mit dem Wassertretbecken und den Armbadbecken.  Dieser Teil des Kurparkes lädt nun zum Verweilen ein.

Viele Bänke auf den Wegen oder die Liegebänke auf den Rasenflächen, können sehr gut genutzt werden zum Ausruhen und um sich an den sehr gepflegten Anlagen zu erfreuen.

Der Weg führt uns nun weiter, aus dem Kurpark hinaus, entlang des Hotels Lindenmühle.  An der ersten Brücke, genau auf Höhe der Boutique Seidel, biegen wir rechts zum Marktplatz ab. Nach ca. 300 Metern stehen wir auf dem historischen Marktplatz von Bad Berneck.

Nun folgen wir der Hauptstraße (Bahnhofstraße) bergab und laufen durch die Altstadt, vorbei an verschiedenen Läden, dem Kurhaus, der Sparkasse und dem Rathaus, ca. 850 m zurück zum Stadtanger am Einkaufszentrum. Damit endet für die Wanderer, die mit PKW und Bus gekommen sind, diese Wanderung.

Die Wanderer, die wieder zum Wohnmobilstellplatz zurück müssen, laufen über den Parkplatz in Richtung der großen Bäume, am Ärztehaus vorbei und überqueren die Brücke über die Ölschnitz. Dort biegen sie rechts ab, unterqueren die B303 und laufen über die Brücke des Weißen Mains. Dann folgen sie den eingangs beschriebenen Weg, nur in der anderen Richtung.

Wie Eingangs angekündigt, noch einige Links, zum Wandern, zur Einkehr-und Übernachtungsmöglichkeiten und anderen interessanten Informationen zu Bad Berneck.  

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